Teil eines Werkes 
3. Bd. (1835)
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Die Vehme.

Als von ſiebenmal ſieben Wochen die vorletzte heranbrach, ſeit Herr Lienhard Sandizeller, der heimlichen Vehme ächter Freiſchöffe, an dem Thore des Landshuter Schloſſes die Ladung ge⸗ rufen, machte ſich Herr Kaspar der Törringer, welcher ſeither ſtill und abgeſchieden zu Köln am Rheine lebte, aus ſeiner Herberge, unfern der alten Apoſtelnkirche, ganz allein,(ſeinen Knecht Götz ließ er zurück) zu Roß auf den Weg und ritt durch die Schildergaſſe und das Perlenſträß⸗ chen auf der Sandbank am ſtattlichen Gürzenich vorüber, vor Sankt Martin vorbei, bis zur Naͤhe der Lyskirch', wo die Stadtmauer gegen den Rhein ſteht. Ein paar Häuſer weit davon befand ſich eine Herberge, worin zur Zeit der Octaven von großen Heiligenfeſten die minder bemittelten Pil⸗ ger, welche nach der heiligen Stadt Köln zogen, ihre Unterkunft und einen wohlfeilen Schoppen ſuchten. In dies Haus, wo er ſich wäͤhrend ſeines