Herzog begrüßen kann, denn dieſer alte Mann iſt Alles eher mehr als ein Herzog. Statt ſein Reccht einzutreiben, verkehrt er mit Pfaffen und Baumeiſtern, und läßt Chroniken ſchreiben, um ſeinen Ruhm auf die Nachwelt zu bringen. Das iſt das glorreiche Ende ſeines Lebens.“
„Das iſt, hoffe ich, der Anfang meines Ruhmes!“ erwiederte Ludwig;„nun lebt wohl und erhaltet mir Eure Treue. Grüßt mir meinen Zuckerbruder, ſo wie Ihr mir einen Dieh grüßen müßtet, der mir zwei Juwele geſtohlen; und er that's. Pfui über ein Iuwel, das nicht mehr mein iſt! es hat ſeinen Glanz verloren, es gibt mir blos Anlaß, es um des neuen Trägers Willen zu haſſen. Gott befohlen, Freiberger, Gott befohlen!“ Haſtig ſtieß er dieſe letzten Worte heraus, und winkte dem Fiedelbogen, ihn ſchnell zu verlaſſen. Der Freiberger ging; Lud⸗ wig konnte die ganze Nacht über keine Ruhe fin⸗ den. Mit dem früheſten Morgen brach er auf, von tauſend Gedanken durchkreuzt, beſtieg ſein Pferd, und ritt, ohne von ſeinem Vater noch ir⸗ gend jemand Anderm freundlichen Urlaub zu neh⸗ men, von dannen.


