Teil eines Werkes 
3. Bd. (1835)
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zu dem Fiedelbogen:Hm, Freiberger, es dünkt mich an der Zeit, daß Ihr mit Eurem luſtigen Herrn, dem Grafen von Graisbach, heimginget; ſonſt erwacht ſein Muth gegen unſre armen Gläſer; und das Venediger Spiegelglas hat mich, meiner Treu, mehr als Eine volllöthige Mark Silbers gekoſtet.

Ach, Vater, erwiderte boshaft lachend der Sohn,Ihr habt ja noch viel Silbers vom Landshuter zu fordern.

Wer beſchwört mir den böſen Geiſt zu un⸗ ſerm Feſte? polterte der Alte, und fuhr dann finſter, aber ruhiger und leiſer fort:Pah; der Schwächling kann ſich gegen den Wein nicht wehren,

So wenig, wie Ihr Euch gegen die Münch⸗ ner, erwiederte raſch der Graf von Graisbach; der Wein ſoll leben, hoch und dreimal hoch! Wein iſt ein guter Geſelle, er begräbt die Ge⸗ danken. Heiſſah! der Todtengräber der Vernunft ſoll leben!

Auf einen Wink des ergrimmten alten Her⸗ zogs faßte der Freiberger ſeinen Pflegſohn raſch am Arm, flüſterte ihm ein paar Worte in's