Teil eines Werkes 
3. Bd. (1835)
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aus Augsburg hatte er eigens die Stadtpfeifer kommen laſſen, welche mit Pfeifen und Poſau⸗ nen, Lauten und Waldhörnern bei dem Hochzeit⸗ mahl Muſik machen mußten. Nicht ein trübes Geſicht war auf der ganzen Hochzeit zu ſchauen; da ſaßen der Marſchalk zu Oberdorf und der alte Wieland Swelcher, die zween Gumpenberger Heinrich und Görg, des alten Herzogs treue Räthe, der gelahrte Stiftsherr Jodocus Rot, der die geheimen Briefe auszufertigen hatte, der treffliche Niklas Heller, Landſchreiber zu Grais⸗ bach, und Herr Heinrich von Seckendorf und Erhard Muckenthaler, welcher dem jungen Gra⸗ fen von Graisbach ſtets wohl gedient, und Herr Konrad von Freiberg, genannt der Fiedelbogen, und Herr Oswald Ottlinger, alleſammt wacker Beſcheid thuend auf des jungen Ehepaares Glück und langes Leben, dem alten Herrn im Bart ſchalkhaft wünſchend, daß er ſich bald an Enkeln erfreuen möge; ſie vergaßen Alle die vielen Nar⸗ ben auf ihren Leibern, die ſie vom Allinger⸗Tage her trugen, und das mancherlei Ungemach, was ſte mit ihrem Herrn und für denſelben ſchon er⸗ duldet.