Teil eines Werkes 
3. Bd. (1835)
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büchſen, Pulver und Pfeile; in Augsburg, der kunſtreichen Stadt, hatten die Helmſchmiede und Venediger, die Plattner, Ambosmeiſter, Hauben⸗ macher und Schwertfeger ſattſam Beſtellung und hämmerten friſch drauf los bei Tag und Nacht.

Zwiſchen den baieriſchen Herzogen war wohl auf vier Jahre Friede geboten worden; aber Herr Ludwig im Bart drang gegen den Churfürſten Friedrich und Heinrich von Landshut auf neue Tagfahrten, und der Tod des letzten männlichen Sprößlings des herzoglichen Hauſes von Strau⸗ bing, Herrn Johanns, welcher in Holland das Zeitliche geſegnet, warf alſobald den Zunder zu neuen Zwiſtigkeiten zwiſchen die fürſtlichen Herrn von Ingolſtadt, München und Landshut. Ludwig im Bart ſprach als Aelteſter des Hauſes Wit⸗ telsbach das ganze Erbe an, Heinrich forderte eine Dritttheilung und die Münchener Herzoge gar eine Vierttheilung. Sie kamen zu Strau⸗ bing zuſammen, konnten ſich aber, trotz dem güt⸗ lichen Mahnbriefe Siegmund's, nicht vereinigen. Heimlich grollend verließ Ludwig im Bart Strau⸗ bing und begab ſich nach Ingolſtadt, um daſelbſt ſeinen geliebten Sohn Wieland, welcher nach