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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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alles! der aͤchte Glaube hat Wunderkraͤfte, und wahre Liebe wird belohnt. Die Liebe empfaͤngt das Verlorne was ſchon beweint war, zuruͤck, und der Glaube weckt die Todten auf. Ein kal⸗ tes Herz nur hat kein Leben, ob es auch ſchluͤge; mechaniſch, ein Kunſtwerk des großen Meiſters, laͤuft es ſeine Zeit ab. Liebe nur allein iſt die goͤttliche Triebfeder, welche unſere heiligſten Kraͤfte in Bewegung ſetzt, und die Kette aller Weſen um die Unendlichkeit ſchlingt. Gute Nacht denn, Eliſabeth! traͤumen Sie die Erfuͤllung ihrer ſchoͤn⸗ ſten Wuͤnſche, und alles werde wahr! er druͤckte einen warmen Kuß auf des Maͤdchens Stirne, als ſollten die aufgeregten Gedanken wie unter dem Siegel der Zuverlaͤſſigkeit ruhen.

Am andern Morgen fruͤh, als noch die Sterne uͤber dem kleinen Pfarrhauſe flimmerten, und der Schlaf mit bleiernem Gefieder jedes Auge deckte, war Alcindor ſchon abgereiſt, und hatte ein ſchrift⸗ liches Lebewohl an den Paſtor und Eliſabeth hin⸗ terlaſſen, ſich und ihnen den Schmerz des Ab⸗ ſchieds zu erſparen.

Das Wetter klaͤrte ſich bald nachher auf; in entwoͤlkter Blaͤue leuchtete der Himmel uͤber