Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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der Mutter ihres Geliebten, den ſie in ihr noch nach ſeinem Verluſt liebte. Aber eben ſo hef⸗ tig und heftiger noch als Mutter liebte ſie den Knaben an ihrer Bruſt und um ſeinetwillen huͤllte ſie ſich in ein Bettlergewand und trieb ſich, Brod ſuchend, mit ihm umher. Halb wahnſinnig machte ſie Marinas Flammentod, den ſie, unter der Volksmenge verborgen, mit anſah ohne ihren Sohn waͤre ſie ihr nachge⸗ ſtuͤrzt in die verzehrenden Gluthen; aber ſie hatte geſchworen zu leben, und muͤhſeelig bet⸗ telte ſie ſich zuruͤck bis in Marinas jetzt leerſte⸗ hende Huͤtte, zu Muskitos Grab. Schmerz, Rache, Mutterliebe ließen ihr hier den Plan ausbruͤten, durch den ſie Trautwangen vergel⸗ ten, ihren Sohn aber ſicher und gluͤcklich ma⸗ chen wollte; ſie war bekannt auf der Trautburg, und war oft, als ſie gebauet ward, dort unter den Arbeitern und Dienern geweſen, ihnen wahr⸗ zuſagen, kein Gang, kein Winkel war ihr un⸗ bekannt, vorzuͤglich wußte ſie, daß aus dem Garten eine verborgene Thuͤr in den Dom, und durch dieſen eine gewundne Stiege ins Gemach der Burgfrau fuͤhre. Auf dieſem Pfade wagte ſie jetzt auszufuͤhren, was ſie ſich vorgenommen, und trotz dem, daß ſie ihren Sohn auf dem

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