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Leben zu erhalten, indem ſie ſich freiwillig auf⸗ opferte. Sie empfahl ihn unter tauſend Thraͤ⸗ nen der Obhut der Heiligen und der Schutzen⸗ gel, denn ſie war bereit, den Fußtapfen ihres
Ritters zu folgen, ohne den ſie in dieſer huͤlf⸗ loſen Abgeſchiedenheit ihr Leben nicht zu friſten 6 vermochte, und deſſen Verluſt ſie nicht ertragen konnte, ſich alſo ſelbſt ihren Feinden entgegen zu 1 ſtellen, damit ſie nicht auch das Kind zugleich 6
mit ihr faͤnden. In der Stunde des bitterſten Seelenkampfes hing ſie das hohle, goldene, mit den vereinten Namenszuͤgen verſehene Kreuz an
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den Hals des Kindes und befeſtigte das mit ihrem Blut beſchriebene Taͤflein daran. Zum letzten Male ſchloß ſie den laͤchelnden Knaben an ihr zer⸗ riſſenes Herz, ihre Gebete erneuernd, dann bettete ſie ihn auf friſche, duftige Kraͤuter, und als
er eingeſchlafen war, floh ſie mit der Haſt des geſcheuchten Rehes hinauf ins Gebuͤrge, mit ir⸗ ren Blicken jeden dem ſie begegnete, nach ih⸗ rem Gatten fragend, und ſeine edle herrliche Geſtalt beſchreibend. Ob ſie nun gleich in der Tracht einer baskiſchen Hirtin war, ſo ward ſie doch ſehr bald von den nach ihr ausgeſchickten Kundſchaftern entdeckt, und wehrlos wie ein 682 Lamm, uͤbergab ſie ſich ihren Haͤnden.. Man


