Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

hatte ſich bereit finden laſſen, den Verwunde⸗ ten, der fuͤr ihn als Marinas Zoͤgling und Hauptmann der Zigeunerhorde nicht fremd war, die Erquickungen als von fremder Hand zuzu⸗ ſtellen, die ſie ihm ſandte, und zu ihrem Schmerz erfuhr ſie durch ihn, die Groͤße ſeines Leidens, und die Todesgefahr in welcher er ſchwebte. Sie machte ihren Vater, an dem ſie bald ein menſchenfreundliches Gemuͤth, und edles Herz kennen lernte, mit den Quaalen des bedauerns⸗ werthen Fremdlings bekannt, eroͤffnete ihm, wer er war, und geſtand, wie ſehr ſein Zuſtand ſie beunruhige, um ſo mehr, da er zu Marina gehdre, welcher ſie beide ſo hoch verpflichtet waͤ⸗ ren. Lord Douglas billigte ihre großmuͤthigen Gefuͤhle von Herzen, und ſelbſt Ritter Traut⸗ wangen, wiewohl er behauptete: die Gerechtigkeit Gottes habe ſeinen Arm gefuͤhrt, tadelte das Zartgefuͤhl ſeiner Braut keinesweges, ſondern ſchaͤtzte ſie dehalb nur noch mehr; da er jedoch nach den ſtrengen Begriffen der Geſetze, nicht fuͤglich Theil an ſeinem Ueberwundenen nehmen, auch dieſes keine gute Wirkung auf Jenen ha⸗ ben konnte, ſo behielt Douglas ſich vor, wie Edithas Bitten von ihm heiſchten, ſelbſt nach dem

töͤdtlich Verwundeten zu ſehen. Er lag in einer

ein⸗