liche Gewaͤchſe mit ihren goldglaͤnzenden Fruͤch⸗ ten aus.
Wirbelnd drehten ſich jetzt die Staubwol⸗ ken in der Ferne himmelan, beſcheiden wich das Volk dem Draͤngen der Wachen, dumpf droͤhnte der Erdboden unter den Hufen nahender Roſſe, und hoͤher als das Gehoͤlz, aus dem der Zug hervorbrach, blaͤhte ſich im Sonnenglanze das herzogliche Banner. In der Mitte der wohl⸗ berittenen Herren und Damen des Hofes, welche letztre auf weißen, praͤchtig ausgeſchmuͤckten Zel⸗ tern einher zogen, erſchien der Herzog und ſeine Gemahlin, deren Zelter die Edelknaben leiteten. Glaͤnzend umfloß die ſchoͤne Fiorina ein weißes goldgeſticktes Gewand, kuͤſſend umwallte der Rand des Schleiers ihr den Buſen, und ein Kranz von Juwelen zum Diadem geſtaltet, die ſchwarzen Ebenholz gleichenden Locken, aber ſie ſchien heute nur zum Lilienſtraus erbluͤht, denn innre Angſt trieb ihr das Blut nach dem Her⸗ zen; die Hand mit der ſie den ſeidenen Zuͤgel lenkte, zitterte, und ihr Gemahl der da glaubte, ſie zage den Kampf zuzuſehn, und das ausbre⸗ chende Lermgetoͤn zu hoͤren, ſchien ihr liebreich zuzureden. Ein dreimaliger Trommetenſtoß, mit einem viva begleitet, ſchmetterte in die Luft,


