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ter) o weh!— waͤre es vielleicht nicht beſſer, ſie haͤtte den Sarg ihrer Mutter nie verlaſſen, um das Licht zu ſehn!“
„Ihr irrt ſchon wieder, Herr Ritter!— Seht! nicht alle Gefuͤhle verlaſſen zugleich die Menſchenbruſt. Dankbarkeit wohnt in der mei⸗ nen. Die blanke Graͤfin hatte mir mit ihrer ſchneeweißen Hand manche Gabe geſpendet, ſie hatte jedesmal mild dazu gelaͤchelt wie ein gu— ter Geiſt— ich war bedacht, dem Kindlein zu vergelten. Am Saum des untern Gebirges lebte ein braves laͤndliches Paar, dem neuen Glauben zugethan, aber gut und barmherzig, als ob es alle Stunden drei Ave gebetet haͤtte. Zu dieſem brachte ich Jung Editha, denn was ſollte ſie anders heißen als ihre Mutter? Jeder andern haͤtte ich ſie auf die Thuͤrſchwelle legen laſſen, der Elsbeth durfte ich ſie ins Haus bringen; denn die hat fuͤr Alles, was lebt und athmet, ein Mutterherz! Hat ſie nicht oft mitten in der Nacht meiner Horde das Scheuernthor geoͤffnet, und ihr Speiſe und Trank herbei geſchafft; die Mütter erquickt an der waͤrmenden Heerdesflam⸗ me und den Kindern friſch gemolkene Milch ge⸗ reicht? Dafuͤr iſt ihr aber auch nie ein Huͤhn⸗ chen vom Hof, noch ein Ei aus dem Neſt ent⸗


