Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
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der blitzenden Klinge blendeten im bunten Licht⸗

glanz die truͤben Augen der Alten und das ge⸗ ſchloßne Viſier erlaubte ihr nicht zu unterſchei⸗ den, ob das Geſicht einem Lebenden gehoͤre.

Aber ſie faßte ſich bald, und ſprach mit kalter Ruhe:

Herr Ritter! denn fuͤr einen ſolchen wollt Ihr doch wohl gehalten ſeyn, eroͤffnet mir Euer Anliegen, vielleicht vermag ich Euch zu helfen!

Du? nicht moͤglich!(erwiederte er dumpf) Dich und Deine Horde hat der Zufall hierher gefuͤhrt, mich eine beſtimmte Abſicht! unter dieſen Truͤmmern ſuch ich ein werthes Andenken!

Iſts das Grab der Graͤfin Editha von Tannenberg? ſo ſchreitet hinter den zer⸗ truͤmmerten Altar, und ein weißer Stein mit ei⸗ nem blutrothen Kreuze wird es Euch bezeichnen!

Der Ritter fuhr zuſammen, wie der Sturm

der Mitternacht durch die gewaltige Eiche fauͤhrt,

daß ihre Blaͤtter zitternd rauſchen, ſo klirrte der Eiſenharniſch bei dem Beben der ganzen gediege⸗ nen Heldengeſtalt.

Weib!(zuͤrnte er) welchen Namen wagt

deine unreine Lippe auszuſprechen? as weißt 4

du von der Graͤfin?