Teil eines Werkes 
1. Th. (1863)
Entstehung
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„aber wie können Sie mir ſolche wundervolle Liebe verſprechen, die ganz gleich mit der reinſten Achtung ſein würde?“

„Nach meinem eigenen Empfinden,“ antwortete Cä⸗ cilie einfach.„Ich habe Sie immer ſehr geſchätzt, weil ich es erkannte, daß es Ihnen, ſelbſt mit Ihren frühe⸗ ren Extravaganzen immer Ernſt um die Sache geweſen i*ſt, Sie ſind nie Schauſpieler geweſen, außer ſo viel, wie es die literariſche mise en scène verlangt. Am Ende, man ſetzt ſich, wenn man ein civiliſirter Menſch iſt, der in ſich ſelbſt die Andern ehrt, nicht in Schlafrock und Pantoffeln vor das Publikum, um ungenirt eine Cigarre zu rauchen, wie es der Prinz⸗Gemahl einſt auf dem Verdeck der Viktoria that, als ſeiner Königin zu Ehren Antwerpen illuminirt wurde. Das alſo haben Sie nie gethan, ſondern ſind immer in gehöriger Toilette er⸗ ſchienen, und haben daran ſehr wohl gethan, aber warum Sie Ihr Publikum immer auf die Art von ſich abſcheiden, wie in manchem engliſchen Salon das Auditorium die Künſtler von ſich abgeſchieden haben ſoll, durch die faſt unſichtbare, aber unpaſſirbare Bar⸗ riere einer dünnen ſeidenen Schnur, das begreif' ich nicht. Laſſen Sie es doch ungeſcheut an ſich herankommen, Sie können ſich ja Auge in Auge ſehen laſſen. Schreiben Sie offen mit dem Herzen und Sie werden mit dem

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