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zum Franzöſiſchen greifen und Ihnen ſagen: vous ôtes trop femme.“
Jetzt neigte Cäcilie den Kopf und lächelte. Ihr Lächeln veranlaßte die Empfindung, die ein plötzliches Erſchließen einer Roſe geben würde, das Aufgehen einer Tiefe voll Lieblichkeit. Gleich darauf wurde ſie wieder ernſt und ruhig.„Ich danke Ihnen,“ ſagte ſie ſchlicht, und mit der beſtimmten Abſicht, ihre Perſon von nun an aus dem Geſpräch zu laſſen, fragte ſie:„wie iſt das geiſtige Element hier? Friſch? Thut es Ihnen wohl?“
„Um wohlzuthun müßte es eben friſch ſein,“ ant⸗ wortete er mit Höflichkeit, die ihm von ihr angedeutete Richtung einſchlagend.„Es iſt aber nur weich, darum neutral. Eine Jugend, eine Action übt es nicht aus, aber es läßt einen leben, und ſchon dafür kann man dankbar ſein.“
„Dankbar für bloße Toleranz?“
„Sie kommen neu und— trotz Ihrer vierund⸗ zwanzig Jahre noch ſehr jung an,“ entgegnete Grunow mit mehr Melancholie, als bis jetzt bei ihm wahrzu⸗ nehmen geweſen war.„Vielleicht haben Sie bis jetzt gar keine Oppoſition kennen gelernt, außer der haus⸗ lichen—“ Er hielt inne, um Cäcilien Zeit zum Ant⸗ worten zu laſſen, ſie ſagte:„ſelbſt die nicht. Ich ſoll Oppoſition noch kennen lernen, Zwang überhaupt; was
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Ida von Düringsfeld. Die Literaten. I.


