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Marie von Sinclair / Aus d. Franz. übers. von L. F. Huber
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302 ſie ihr ſchoͤnſtes Werk verderden! Meine

Thraͤnen floſſen reichlich. Ich mußte mich

entfernen, damit meine ſSchueier fe iich bemerkte. 3 eh

DOhngefaͤhr gegen Mittag ſaß ich einige Schritte von ihrem Bette, und arbeiteke.

Ich richtete von Zeit hoͤchſt unruhig die

Augen auf ſie. Sie war in dieſem Augent blik ungemein blaß und matt. Die heftige Wallung, in der ſie die Nacht und den Morgen zugebracht hatte, war von einein ſtarken Fieber, das eben jezt gefallen war, begleitet geweſen. Sie haͤtte vielleicht kanm die Kraft gehabt, ihre Augen aufzue ſchlagen, waͤre es nicht geweſen, um ein

Miniatut⸗Gemaͤlde, das auf ihrem Bette rag, anzuſehen. Es war eine Copie, die ſie von Fernancens Portrait gemacht hatte,