39 das man ihr aber erſt bei ihrer Ankunft ent⸗ delken wuͤrde, ſollte der Lohn ihrer Nachgie⸗ bigkeit ſeyn. Allein ſie zeigte nicht die ge⸗ ringſte Neugierde, und wie ſie ſich nach drei Tagen abzureiſen entſchloß, kann ich wohl bezeugen, daß es nur aus Gehorſam gegen den Willen ihres Vaters, den ſie zaͤrtlich liebte, geſchab. Dennoch ward es ihr un⸗ moͤglich, ihr Vorhaben ſo fruͤh als ſie ge⸗ wuͤnſcht haͤtte auszufuͤhren. Den Tag vor⸗ her ehe ſie abreiſen wollte, wurde ſie von einem ziemlich boͤſen Halsweh befallen. Man mußte ihr zweimal zur Ader laſſen, und ſie verließ ganzer vierzehn Tage nicht das Zim⸗ mer. Sie bat ihren Vater in einem Brief, ihr dieſe Verzoͤgerung ihrer Reiſe zu verzei⸗ hen; Herr von Souvre⸗ war aber weniger vernuͤnftig und theilnehmend als gebieteriſch. Mariens immer etwas leidende Geſundheit
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Marie von Sinclair / Aus d. Franz. übers. von L. F. Huber
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