35 deſchuldigt zu werden. Bedenke was du dei⸗ nem Ruf, bedenke auch was du deinem Gluͤkke ſchuldig biſt. Der junge Mann hat ohne Zweifel einige Annehmlichkeiten, aber vielleicht gleicht er ſo vielen andern, deren Aeußeres allein einnimmt, und denen alle Eigenſchaften fehlen, die ein Weib das ſein ganzes Herz hingaͤbe, von ihnen fordern wuͤrde.— Was ich vor allen ſchaͤzze, ant⸗ wortete meine Schweſter ſanft, iſt Beſchei⸗ denheit in Sprache und Anſtand„ es iſt, daß man ſelbſt an ſeinen Vorzuͤgen zweifele, ſie aber andern aufzufinden, und zu wuͤrdigen uͤberlaſe— Und dieſer Sorge unterziehen Sie ſich alsdann? ſagte ich bewegt. Sie um⸗ armte mich, und bat mich dringend, mich nicht weiter ihretwegen zu beunruhigen, ſie ſaͤhe ſehr wohl ſelbſt ein, wie vielem Verdruß C2
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Marie von Sinclair / Aus d. Franz. übers. von L. F. Huber
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