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Marie von Sinclair / Aus d. Franz. übers. von L. F. Huber
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und ich bin gewiß. daß dieſer ſuͤße Name nie

mit ſo viel Zaͤrtlichkeit empfangen und gege⸗ ben worden iſt. Unſer Geſchmak, unſre Em⸗ pfindung, die Verbindung unſrer beiden Fa⸗ milien, jede Begebenheit unſrer Jugend trug dazu bei, uns naͤher zu verbinden,

Beide in demſelben Hauſe erzogen, wur⸗ den wir auch an demſelben Tage verheirathet, und wurden, nach einigen Jahren, ohne Kinder gehabt zu haben, Wittwen. Ich verlor in meinem Gemahl einen vortrefflichen und mit Recht geliebten Mann. Meine Schweſter war dem ihrigen mit wuͤrklicher Liebe zugethan; ſie beweinte ihn bitterlich, obſchon ich nach dem Geſtaͤndniß aller die ihn kannten ſagen muß, daß er ein zart⸗

fuͤhlendes Weib nicht zu intereſſiren verdiente.

Aber dieſe Fuͤhlbarkeir ſelbſt, die uns oft