Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

179

in einem meiner ſteinernen Kruͤge, bis er am Tage des Jahrmarkts in Kilkenny, frei gelaſſen wurde.“

„Und es war gerade an dem Tage,“ fuhr Cro⸗ hoore fort,„daß mein Spion Doran und ihn zuerſt zuſammen ſah; ich kam ſogleich, um ſie auch zu ſehn; aber ſie waren fort. Zeitig dieſen Morgen ſah er ſie wieder auf der Straße in dieſer Stadt, auch hoͤrte er, daß Lyndop ſich auf den Weg nach Dublin machen ſollte, um das zu verkaufen, was in dem Schnappſack war. Sheemun und ich wollten ihnen auf zwei guten Pferden folgen, wohin ſie auch gingen, zuſammen oder allein, und ich kam blos als ein Kruͤppel in der Karre, um den alten Edward Shea zu ſehn, als er aus dem Kerker kam, und um ihm ein Wort des Troſtes zu ſagen; denn ich wußte, ſein Sohn wuͤrde nicht hin⸗ gerichtet werden; und da wurde ich ſelbſt verhaftet.“

„Seyd Ihr uͤberzeugt, daß Ihr Euch nicht in dem Geſicht und in der Perſon des Menſchen irrt, den Ihr in der Nacht der Mordthat mit Doran ſahet?“ fragte Herr B.

„So uͤberzeugt, als ich von irgend etwas in der Welt bin; er war ja eben hier im Zimmer.“

Herr B. ſprach leiſe zu Mathias, der ſich ent⸗ fernte, bald aber zuruͤckkam, mit wenigſtens einem halben Dutzend uͤbel ausſehender Kerle.

„Iſt er jetzt in der Stube?“— fragte eine Magiſtratsperſon.

Crohoore uͤberſah mit einem einzigen ſcharfen Blick die Gruppe, und erkannte ſogleich den Fleiſcher.

12*