Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

146

ſinnige. Sie redete die umringenden Soldaten an, und ſagte ihnen, ſie koͤnnten und duͤrften ſie nicht von ihrem Geliebten trennen; ſie wollte ihn nicht aus ihren Armen laſſen; er waͤr ihr eigner Pierce, und ſie waͤr ſeine eigene arme Alley Dooling. Dann lachte ſie auf eine fuͤrchterliche Weiſe in ſein Geſicht, und for⸗ derte ihn auf, das zu beſtaͤtigen, was ſie geſagt hatte, und ihnen gerade heraus zu ſagen, daß er mit ihr heim gehn, und nicht bei ihnen bleiben wollte.

Pierce ſprach ihren Namen aus, ſie ſchrak auf, blickte ihn an, und beobachtete ſeine Lippen, als wenn ſie ihren eigenen Ausſpruch uͤber Tod und Leben hoͤ⸗ ren wollte. Es naͤherte ſich ein Menſch, um ſie von einander zu trennen, aber ihr Auge bemerkte ſchnell ſeine Bewegung, ſie ſtieß wieder ein wildes Geſchrei aus, umſchlang ihren Geliebten noch feſter, und ver⸗ barg ihr Geſicht in ſeinem Buſen. Aber ihre Furcht war uͤberfluͤſſig, denn auf ein Zeichen des Vogts zogen die Soldaten ſich zu ihrer Linie zuruͤck.

„Gott belohne Sie,“ ſagte Pierce zu dieſem menſchlichen Beamten;—„ich wuͤnſche blos einen Augenblick Nachſicht; unſere jungen Herzen liebten ſich innigſt, und ob dies gleich der letzte Abſchied iſt, ſo ſoll er doch nicht lang ſeyn. Ich wuͤnſchte ihn nicht, aber da er nun unvermeidlich iſt, ſo danke ich Ihnen fuͤr Ihre guͤtige Erlaubniß, daß Sie mir Zeit dazu geben.— Alley, liebe Alley,“ fuhr er fort,„ich kann dich nicht in meine Arme ſchließen, der Strick laͤßt es nicht zu,— umſchlinge du mich, kuͤſſe mich,