22 ſo etwas thun koͤnnte, und ſo ſann ſie hin und her, zu was ſie ſich entſchließen ſollte. Endlich ſammelte ſie Muth, und als ſie fand, daß er wirklich ſchlief, ſteckte ſie ihn behend in einen Sack, und knuͤpfte den Strick feſt zuſammen; aber waͤhrend ſie ihn zuſammenknuͤpfte, ſchrie und laͤrmte er, und ſtieß ſo ſehr mit den Fuͤßen aus, daß ihn das arme Geſchoͤpf fallen ließ, und ſie
hatte lange nicht das Herz ihn wieder aufzuheben, und
er ſtraͤubte ſich ſo lange, bis er ein Stuͤckchen von ſei⸗ ner Naſe heraus brachte, und ſie hoͤrte ihn entſetzlich fluchen,— aber wenn er ein chriſtliches Kind gewe⸗ ſen waͤre, ſo haͤtte er ja in vielen Monaten noch kein Wort ſprechen koͤnnen. Nun war ſie ihrer Sache gewiß; und waͤhrend er ſich auf dem Boden ſtraͤubte und ſich herumwaͤlzte, buͤckte ſie ſich hinunter—“
„Mord!“ ſchrie Andy mit halb geſchloßnen Au⸗ gen, ſeine Zaͤhne klapperten, und der kalte Schweiß brach auf ſeiner Stirn aus.—„Bei meiner Seele ich haͤtte ihn nicht beruͤhren wollen, und wenn man mir den Thron des Koͤnigs von England dafuͤr gege⸗ ben haͤtte.“.
„Sie buͤckte ſich hinunter, packte ihn ſogleich auf ihren Ruͤcken, lief ſo geſchwind ſie konnte zum Fluß, und ſchuͤttelte ihn aus dem Beutel in den tief⸗ ſten und ſchmutzigſten Theil des Stroms. Er ſank, und kam wieder empor, und als er den Fluß hinab⸗ gleitete, und mir nichts dir nichts drauf ſaß, da ſah Biddy wohl, daß er ein kleiner alter Mann war, und ſie hoͤrte ihn ausrufen: Hol mich der Teufel, wenn


