Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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9 verrieth, daß ſie ſich ziemlich wohl verſtanden. Es war Pierce Shea, der Sohn eines benachbarten Paͤch⸗ ters, und der Verlobte des jungen Maͤdchens.

Alley Dooling war ungefaͤhr achtzehn Jahre alt, und obgleich groß und ſchlank, beſaß ſie dennoch jene volle Rundung der Geſtalt, die das Gegentheil einer knochenhaften Magerkeit iſt. Ihr Gang war leicht und elaſtiſch, und ihr ganzes Weſen, ungeachtet ihm die verfeinerten Manieren guter Geſellſchaft abgingen, beſaß jedoch jene Grazie, welche ein vollkommenes Ebenmaaß der Geſtalt allein geben kann. Ihr Geſicht war oval, ihr Auge ſanft⸗blau; auf ihren Wangen bluͤhete Geſundheit, die Folge ihrer Leibesuͤbungen und ihrer Zufriedenheit; um ihren laͤchelnden Mund ſpielte ein kleiner Hang zur Schalkheit, die aber nicht aus⸗ artete, ſondern immer gutmuͤthig blieb. Ihr glaͤnzen⸗ des, goldgelbes Haar, welches zuruͤckgekaͤmmt war, ließ die ſchoͤne, hohe Stirn zwar unbedeckt, wurde aber lei⸗ der unter einer tiefen muſſelinenen Haube verſteckt. Da ſie mit ihrem Vater zu Markte geweſen war, ſo trug ſie noch ihre Feiertagskleider, naͤmlich einen Anzug von karmoſinenen Poplin, der vorn offen war, und ihren ſchoͤnen durchnaͤhten ſeidenen Unterrock, mit der fei⸗ nen muſſelinenen Schuͤrze ſehen ließ, und der auch kurz genug war, um die Zierlichkeit ihrer Fuͤße auf eine ſittſame Weiſe zu zeigen, mit den dicht anſchließenden, blau baumwollenen Struͤmpfen, die ſie ſelbſt geſtrickt hatte. Ihre Schuhe waren mit großen ſilbernen Schnal⸗ len geziert, die von einer Seite zur andern ganz uͤber