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gen. Chevaun konnte ſich weniger koͤrperlichen Reize ruͤhmen. In ihr bewaͤhrte ſich das alte Sprichwort:
daß Gott den Ruͤcken der Buͤrde gemaͤß bildet. Sie
hatte ein plumpes Geſicht, dem weder Sonne noch Wind ſchaden konnte, Arme ſo roth wie erfrorene Ha⸗ gebutten; ſie beſaß aber uͤbrigens eine ſtarke, robuſte Form, die fuͤr die Muͤhſeligkeit ihres harten Dienſtes berechnet zu ſeyn ſchien. Ihre Gebieterin, Cauth Doo⸗ ling, hatte ſie erzogen; man hielt viel auf ſie, und ſie blieb keinesweges unbelohnt. Auch hatte ſich Chevaun einen huͤbſchen Thaler erſpart, und ſie ſah dem nahen Tag entgegen, eine eigene Huͤtte, einen ganzen Acker, eine Kuh und ein Schwein zu beſitzen, und zuweilen fuͤgte ſie wohl auch zu dem Verzeichniß dieſer Guͤter — einen Ehemann.
Chevaun ſah ſich daher nach einem Weſen um, dem ſie ihr reizendes Selbſt und ihre angehaͤuften Schaͤtze uͤbermachen koͤnnte. Aber das Hin⸗ und Her⸗ denken auf ihrem Kopfkiſſen, und die nuͤchternen Ueber⸗ legungen des Tages waren im beſtaͤndigen Widerſpruch, und erhielten ſowohl ihr Herz als ihre Wahl unent⸗ ſchieden. Des Abends, wenn man ſich nach vollende⸗ ter Arbeit in der Kuͤche verſammelte, dann machte Paudge Dermodys gute Laune und Heiterkeit, ſeine ſchoͤne Geſtalt und ſein ſcherzhafter Kuß, leicht vergeſſen, wie traͤge er war, wie geneigt zur Verſchwendung, und ſie ging zu Bett, und traͤumte von ihm und von Gluͤckſeligkeit. Aber mit dem erſten Tageslicht, das gewoͤhnlich alle Schwaͤrmereien verſcheucht, kehrten ihre


