Vorrede der Ueberſetzerin.
Der groͤßte Fehler der Romane beſteht vielleicht darin, daß ſie zu anziehend ſind— zumal fuͤr Frauenzimmer. Denn obgleich der weibliche Beruf von großer Bedeutung und Wichtigkeit iſt, ſo laſſen ſich ſeine Verrichtungen doch ſo leicht verzoͤgern und aufſchieben, daß dadurch Unordnung, und mithin Unheil, entſtehn muß.
Maͤnner duͤrfen ſich dem Hange Romane zu leſen, eher uͤberlaſſen, denn ihre Berufsgeſchaͤfte ſind meiſtens Brodgeſchaͤfte, die ſich nicht verzoͤgern laſſen, ſo lange der Magen eine Stimme hat.
Doch, in einer edlen, weiblichen Bruſt wei⸗ chen die Sympathien mit der Idealenwelt vor den Pflichten eines thaͤtigen Lebens, und wenn der Kampf ſchwer iſt, ſo iſt er um deſto ruͤhmlicher.
Miit dieſen Geſinnungen, die keinesweges einen maͤßigen Genuß, ſondern nur das Uebermaaß ver⸗


