Mutterliebe. (Eine Morgenlaͤndiſche Urſaged
Au Eva ihren erſten Sohn, zum Erſtenmal an ihre Bruſt legte, war die ſeligſte Stunde ihres Le⸗ bens. Mehrere Engel ſtanden um die entzückte Mutter her, und freuten ſich dieſes nie geſehenen Aublicks. Gott ſelbſt freute ſich ſeiner zweiten Menſchenſchopfung, und las im Herze der Mutter ſeine eigne Empfindung g der vollendeten Welt.
Der Rnabe hatte ſich geſättigt und Eva war unerſchöpflich an Spiel und Necken mit ihrem Lieb⸗
ling; und als ſie ihn einmal von ihrem Schoß hob, und ihn auf ſeine Füße ſtellte, rief Gott:„Laß ihn laufen!,—„Ach nein Herr,“ erwiederte
Eva,„ach nein, er fällt!“
Da ſprach Gott:„weil deine Muttertlebe ſtãr⸗ ker iſt, als dein Zutrauen auf mein Wort, ſo ſollſt du dich nun ein ganzes Jahr bemühen, deinen Sohn laufen zu lehren. 131 Das iſt gut, 41 töſtete ſich Eva,„daß er mei⸗ en Küſſen nicht ſot
id entläuft⸗
eit
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