Erworbene nicht zu ſparen verſtand. Neidiſch ſah
wolte cigentiich die gute Frau ſagene. Aber Adel⸗ 4
Der Gott im Kaſten. (Eine Teutſche urſage.)
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Jn dem Städtchen Blomberg trieben zwei Nachba⸗ rinnen gleiches Gewerbe. Die eine verband Fleiß mit Sparſamkeit, und wurde wohlhabend. Die andere verarmte, weil ſie faul war, und das wenig
dieſe auf die reiche Nachbarin. Eines Tages ſagte ſie zu derſelben:„wie kommt es doch, daß euch al⸗ les gelingt, was ihr vornehmt. Ich bin doch auch nicht faul, und doch frommt bei mir nichts. Eure Arbeit kann es doch nicht ſeyn was euch Glück bringt; ihr müßt noch ein Geheimniß wiſſen, wo⸗ durch ihr reich werdet.“
Traulich antwortete die Nachbarin:„ihr habt wohl recht liebe Freundin! Die Arbeit thut es freilich nicht allein. Das geſammelte Gut gedeiht nicht, wenn man nicht einen Gott im Kaſten hat. Per den beſitzt, dem fließt Reichthum und Wohlſeyn zu.“—
Mein Geheimniß iſt: Bete und Arbeite!


