wer zwei geſunde Arme hat und arbeiten will, der wird nie hungrig ſterben, Arbeit und Fleiß ſind für alle Fälle gut; die Trägen und Saumſeligen ſind immer die Aermſten. Der ſchöne Zitterſpieler fing an zu lachen und ſagte:„Buter Freund, wer ſich Reichthum und Anſehen durch Arbeit erwerben will, der wird es nicht weit brin⸗ gen. Das ſicherſte Mittel, ſein Glück zu machen, iſt, wie mir dünkt, eine ſchöne Geſtalt und dann Geſchicklichkeit. Schönheit beſiegt Reichthum, und Geſehtecheei wird in der Welt am meiſten geehrt.“ „Dieſer Meinung bin ich nicht,“ erwiederte der junge Kaufmann.„Schönheit iſt eine Blume,
die bald verwelkt und nicht an allen Orten gedeihet.
Das ſicherſte Mittel, welches allenthalben hilft, iſt, dent' ich, Verſtand und Klugheit, die ſich in alle Fälle zu ſchicken wiſſen. Dieſes allein iſt die wahre Quelle des Reichthums und der Ehre, burch dieſe allein kann man ſich in dem Beſitze des Er⸗ worbenen erhalten und hat den Vorzug, daß ſie nie
veraltern. Um aber zu ſehen, wer von uns am
meiſten Recht habe, wollen wir einen Verſuch machen.
Wenn wir morgen in die Stadt kommen, ſo ſoll
ein jeder von uns, einer nach dem andern, von dem, was er den Tag über verdient, t die Geſell⸗
Oer Bauer, welcher von der Rede des Prinzen nicht viel verſtand, verſetzte:„Herr, ich glaube,
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