(4) Daß in unſerer Zeit viele Gelehrten durch ihre Schriften mehr Schaden als Nutzen ſtiften, iſt für den Menſchenfreund eine traurige Erſcheinung. In einer blühenden Schreibart werden in vielen Ro⸗ manen und Schauſpielen die großten Laſter und Verbrechen dargeſtellt. Große, geiſtreiche Schrift⸗
zen, ſollten in ihren Schrif en doch wenigſtens Laſter und Verdrechen nicht mit ſchönen Farben ſchildern. Dieſe ſo anziehenden Dichtungen*) was ſind die Geſchichten, die ihnen zum Grunde liegen, anders, als eine Kette von Laſtern und Verbrechen, die, wann man ihnen den Schmuck wegnimmt und ſie 49 ihrer Nacktheit hinſtellt, Abſcheu erregen? Kein Schriftſteller aber ſollte ſeine trefflichen Dichtergaben 1 dan anwenden, Laſter und Verbrechen im Schim⸗ mer und Glanz darzuſtellen. Iſt es denn ein Wun⸗ daß viele Menlchen ſo verderbt ſind, daß ſi f e
Schriftſteller und Weltweiſe, watum ent⸗ t eure harno⸗ Gabe zum Dichten durch ftade
ſteller, ſolche, die am Literariſchen Hortzont glän⸗
—,.——


