— 332—
zur Erde; aber Andreas hatte Julius Bitte und der Pflegetochter Erröthen verſtanden, und ſegnete das liebe Paar.
Noch an demſelben Abende ſpielte der Stadt⸗ muſikus einiges Wenige auf der Amatigeige. Siehe! da ſang auch wieder aus dieſer der En⸗ gel des alten Amati in ſeiner ganzen ehemali⸗ gen Reinheit und Herrlichkeit. Kein ſchadenfro⸗ hes Gelächter des Dämons miſchte ſich in ſein ſüßes Lied; die tückiſche Macht, die bisher ſo hartnäckig widergekämpft hatte, war völlig be⸗ ſiegt: wie aus dem Herzen der drei glücklichen Menſchen, ſo war auch aus dem Inſtrumente nun jeder Mißlaut verbannt.
Der nächſte Morgen fand die drei Vereinten auf der Rückreiſe nach Deutſchland. Zum Zei⸗ chen der Verſöhnung und der Wiedereinſetzung in die lange offen geweſene Sohnesſtelle, hatte Ju⸗ lius von ſeinem Vater die köſtliche Amati⸗ geige zurück erhalten. Gerührt blickte er auf das Inſtrument: einſt den Zeugen ſeiner Schmach, jetzt den der wieder erworbenen Ehre.
1


