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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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«Was willſt Du damit ſagen, Sabine? Du ſprichſt mit einer Sicherheit, die ich mir nicht zu erklären vermag.»

Ich meine nur,» erwiederte das Mädchen, indem ſie in des Pflegevaters fixe Idee einzugehen ſchien, daß, da der Dämon doch eigentlich ſei⸗ nen prung aus Welſchland und aus dem neueſten Kunſtunweſen dort hat, er allein auch dort nur wieder gänzlich zu bannen ſeyn durfte.*

Andreas antwortete nichts, allein Sa⸗ binens Aeußerung ſchien einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht zu haben. Er zerlegte die Ama⸗ tigeige nicht wieder, wie er das bisher im⸗ mer gethan hatte, ſondern hing ſie bedächtig, zwar noch nicht wieder an ihren alten Ehrenplatz im Staatszimmer, aber doch obenan in die Reihe ſeiner übrigen trefflichen Violinen. Mehrere Tage lang ging er nun nachdenklich, ohne das Inſtru⸗ ment zu berühren, umher. Endlich ſchien ſein Entſchluß feſt zu ſtehen, und er trat eines Mor⸗ gens mit heiterem Antlitze und den Worten zu

ſeiner Pflegetochter: