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brachte Andreas ſeine Tage hin. Unzaͤhlige⸗ male wurde die Geige zerlegt und wiederum zu⸗ ſammengeſetzt. Nur Sabine durfte ihm hier⸗ bei zur Hand gehen, ſo wie ſie dann überhaupt das Leben des unglücklichen Mannes auf jede mögliche Weiſe zu erheitern ſuchte. Um dieſes zu können, hatte das arme Mädchen ſelbſt man⸗ chen ſchweren Kampf mit ſeinem eigenen Gemü⸗ the zu beſtehen. Jener Abend, der die Geiſtes⸗ kraft des Alten brach, hatte auch dem Herzen Sabinens eine ſchwere Wunde beigebracht. Das Verhältniß, in dem Julius zu der italie⸗ niſchen Sängerin ſtand, war gewiß keins der reinſten, und im Ganzen ſchien des Jünglings ſittliche Würde ſo ſehr geſunken, daß ſeine Kind⸗ heitsgenoſſin lange ſchwankte, ob ſie nicht mit Gewalt ſein Angedenken aus ihrem Herzen reißen und ihn ſelbſt zu den Verlornen rechnen ſollte. Aber die Liebe behauptete ihr Recht, und wie auch Sabine über die Schwäͤche und den Leicht⸗ ſinn des jungen Mannes trauern mußte, ſo blieb doch ihr Herz ihm liebend und treu ergeben.


