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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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und trieben ihn weitab in eine entlegene Ferne. Häßlich aber ward Andreas in ſeinem glück⸗ lichen Genuſſe geſtört, als nach dem erſten Satze der Symphonie nicht das hierhergehörige Andante, ſondern die nichts ſagende Introduction der ita⸗

lieniſchen Arie eintrat, in welcher die Signora

nun ihre Künſte zeigen wollte.

«Verdammter Mißbrauch!y fuhr er zu Sa⸗ binen gewendet auf. SEines geſchmackloſen Publikums wegen, das vor lauter Begierde eine italieniſche Signora auf dem ſtraffen Seile einer Bravourarie ſpringen und pirouettiren zu ſehen, den Beethovenſchen Himmelsgeſang nicht aus⸗ tönen läßt, muß ich hier ſitzen wie Tantalus und die goldenen Aepfel, nach denen ich ſchmachte, kaum da ich ihre Herrlichkeit verſucht, ſchon wie⸗ der entbehren. Nun, es wird euch ſchon zu Hauſe kommen, ihr Dilettanten! Hört ihr wohl, wie die Signora mit ihrer verlebten Altſtimme in gräßlichen Rouladen dumpf bollert gleich einer alten Pauke mit einem großen Loch im Felle? Jetzt gebt Acht auf die holdſelige Kopfſtimme!