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in einer der hintern Reihen neben Sabinen ſeinen Sitz. Nicht lange blieb das reizende Mäd⸗ chen unbemerkt. Die Operngucker der Beſtern⸗ ten und Bebänderten flogen zu ihr hin; dieſer Richtung folgten die neugierigen Blicke der Da⸗ men, und Sabine ſah ſich ſo einige Augenblicke lang zum Gegenſtand allgemeiner Aufmerkſamkeit gemacht. Da erhöhete das Roth der Schaam, das ſich über ihr Antlitz ergoß noch ihre Schön⸗ heit, und indem ihre Blicke den Boden ſuchten, erſchien ſie als das anmuthigſte Bild wahrer Jung⸗ fräulichkeit. Glücklicherweiſe gab jetzt der erſte Accord der beginnenden Symphonie der Theil⸗ nahme des Publikums eine andere Richtung, und befreite Sabinen von ihrer Verlegenheit. Andreas Lamm verſank wieder in ſeine alten ſeligen Träume, in jenes reizende Auf⸗ und Niederwogen der Gefühle, das ihn ſo lange nicht ergriffen hatte. Wie ein neues Morgen⸗ roth zogen auf goldenen Schwingen die Genien der herrlichen Tondichtung in ſein Gemüth und entfeſſelten jeden Mißlaut, der noch dort weilte,


