Druckschrift 
Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
Einzelbild herunterladen

———

— 283—

gen bald im Zimmer, bald in der Küche ſeyn mußte, kam aus dieſer mit immer röther gewor⸗ denen Augen zurück, die dann wohl über den Vetter hinſtreiften, gleich aber wieder ſchüchtern den Boden ſuchten.

Bei dem einfachen, größtentheils aus Früch⸗ ten beſtehenden Nachtiſche trug Sabine auch eine hellglänzende, verdeckte Schüſſel auf, und ſtellte dieſe ſchweigend vor den alten Stadtmu⸗ ſikus hin. Sämmtliche Tiſchgenoſſen ſahen neu⸗ gierig danach; auch Julius ward von ſeiner Zerſtreutheit verlaſſen und warf ſpähende Blicke nach der räthſelhaften Schüſſel. Da ward die Miene des Andreas feierlicher als bisher, da erhoben ſich ſeine Augen mit Ernſt und Würde nach dem neugierig Forſchenden; da ſtand er lang⸗ ſam und ruhig auf von ſeinem Seſſel und Alle, an hochachtungsvolle Ergebenheit gegen den Greis gewöhnt, folgten ſeinem Beiſpiele. Jetzt ent⸗ hüllte er das räthſelhafte Etwas in der blanken Schüſſel und ſiehe! ein ſüß duftender Kranz, aus Sabinens ſorglich und künſtlich erzogenen Hya⸗