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Gemächer gezogen hatten, wo ſie ſich, ohne durch läſtige Muſik geſtört zu werden, von allerlei Sdtadtgeſchichten anmuthig unterhalten konnten. Jetzt erklangen aus jenen Gemaͤchern einige Griffe auf dem Flügel. Dann trat Renatens Stimme mit dem Recitativ einer pomphaften, abgeſchmack⸗ ten italieniſchen Arie ein; da ergriff den alten Lamm ein gewaltiger Aerger; er riß den Sohn, der die Amati im ſilberbeſchlagenen Mahagoni⸗ kaſten trug, haſtig mit ſich fort und ſprach mit zorniger Stimme Einiges von geſchmackloſer Muſik⸗ faſelei, ſcheuslicher Kunſtentartung und dummem Alltagsvolke halblaut vor ſich hin. Der Rath aber ſchob dem Julius ein anſehnliches Packet Rekommandationsſchreiben in die Taſche und eilte dann nach dem Zimmer hin, wo Renata eine Seſſi und Campi— parodirte.
Als der Stadtmuſikus und ſein Sohn nach Hauſe kamen und in das große Speiſegemach tra⸗ ten, fanden ſie dieſes mit ſchönen Herbſtblumen ungewöhnlich ausgeſchmückt. Das war Sabi⸗ nens Werk, die ihnen froh läͤchelnd über die bal⸗


