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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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und erſchrocken anblickte. Julius wird die erſte Stimme übernehmen, und Gideon, mein Altgeſelle, den ich vorausgeſchickt, die zweite. Ja, mein Sohn,p fuhr er mit gerührter Stim⸗ me fort, und führte den Julius abwärts in eine Fenſtervertiefung:«indem ich Dir dieſen Platz einräume, erkläre ich Dich für mündig in der Kunſt. Zeige Dich immer ihrer würdig und huldige nim⸗ mer dem ſinnlichen Gelüſt am Ohrenkitzel, das ſie entehrt. Da iſt die Amati; Du ſollſt ſie heute ſpielen an Deinem Ehrentage. Freilich hätte ich Dir noch viel zu ſagen, allein das kann nun un⸗ ter den hier obwaltenden Umſtänden nicht geſche⸗ hen, und ich ſpare es auf, bis wir zu Hauſe ſind. Da nimm die Geige und fang an: Be ethoven F dur, Allegro con brio, dreiviertel Tackt!»

Der Sohn ſah den Vater mit einer Thräne im Auge an. Er erkannte, was in dieſem Au⸗ genblicke in dem Innern des würdigen Mannes vorging; er fühlte, daß er, indem der Vater ſich ihn künſtleriſch gegenüberſtellte, ſeinem Her⸗ zen näher gekommen ſey. Mit einer Art von

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