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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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ſah mehr auf den jungen Lamm, als ſie auf das Quartett hörte. Das Quartett jedoch, näm⸗ lich die vier Spielenden, hörte um ſo eifriger auf ſich ſelbſt, und ſog mit durſtigem Gemüthe alle ſeligen Tonträume Mozarts, den necken⸗ den Humor Haydn's und den romantiſch⸗ tra⸗ giſchen Eruſt Beethovens, mit allen ſeltſam und wunderbar daraus auftauchenden Cappriccios, in ſich ein. Die ganze Welt ſchien dem Quartett in dieſen Augenblicken gar nicht auf der Welt zu ſeyn. Die Sterblichkeit und das Irdiſche lag tief unter ſeinen Füßen, in ätheriſchen Räumen wurde es ſanft und tacktgemäß gewiegt, es fühlte und lebte nur in Tönen, es nährte ſich von ſü⸗ ßen Melodien, es ergötzte ſich an kunſtreichen Harmonien, es war ganz von der zauberiſchen Macht der Tonkunſt in ihr Reich entrückt. Das waren des alten Lamm heilige Feierſtunden, und eine ſolche hatte er gehofft, auch noch heute zu begehn, und ſich vorgeſetzt, ſie durch eine freund⸗ liche Dreingabe noch ganz beſonders zu verherr⸗ lichen. Da machte ihm aber der Rath einen häß⸗