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thige Jungfran von beinahe achtzehn Sommern,
deren ſüßes Lächeln wohl ſchon öfters des Pflege⸗ vaters im Verdruſſe ziemlich ſauer blickendes Antlitz in ein freundliches oder doch beruhigtes umgewandelt hatte. Heute jedoch wollte das nicht glücken und das Mägdlein, welches den verehr⸗ ten Alten immer gar gern bei fröhlicher Laune geſehn und erhalten hätte, fand ſich genöthigt, eine andere Weiſe, die ſonſt wohl auch nicht ohne Erfolg geblieben, zu verſuchen. Sie folgte dem väterlichen Freunde langſam in das Wohngemach und blickte ihn, indem ſie leiſe den Mahagoni⸗ kaſten niederſetzte und in Andreas Hände die
köſtliche Geige übergab, mit den hellglänzenden
Aeuglein forſchend an. Sacht ſchlich ſie dann an's Clavier, griff mit dem heut zu Tage faſt verloren gegangenen kunſtreichen Anſchlage, den dieſes zarte Inſtrument erfordert, einige Accorde und ſtimmte hierauf mit ihrer vollen, nur nach einfachem Gefühlsausdrucke ſtrebenden Stimme ein Lied von Schulz an. Während des Geſanges ſah ſie einigemal in den gegenüͤberhängenden Spie⸗
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