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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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auf dem Krankenbette, die Glieder von den brennenden Schmerzen der Gicht durchbohrt, die kunſtſchaffenden Hände vom Krampfe ſo ergrif⸗ fen, daß er nicht einmal die leichteſte Skizze zum Zeitvertreibe entwerfen konnte.

Wie ein freundlicher Engel erſchien ihm da die zurückkehrende Nichte. Ihre ſorgſame Pflege und der milde Troſt von ihren Lippen ließen ihn die Qualen geduldiger ertragen, und wenn ſie nun gar mit Geſang und Muſik den böſen Geiſt der Krankheit beſchwor, dann mußte die⸗ ſer, bei der ſüßen Selbſtvergeſſenheit, welche über den Oheim kam, weichen: wie er ſich auch ſträubte. b

Clärchen hatte mit der Pflege des Kran⸗ ken und der Beſorgniß des Hausweſens alle Hände voll zu thun. Das Bild des theuern Heinrichs blieb ihr aber immer vor Augen; ſie mochte nun dem Oheim ſtärkende Tropfen einzählen, oder ein Krankenſüpplein zurühren, oder auch der Hausmagd Marktgeld zum Ein⸗ kauf überrechnen. Das Pfand, womit der Jüng⸗

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