bemerkt, und ſteckte ihn der Jungfrau an.
an ſeine Bruſt, ohne jedoch die jungfräuliche
Lippe durch einen Kuß zu entweihen. Dann ſagte er mit dem Ausdrucke der innigſten Zärt⸗
lichkeit: 17
& Ja, Du biſt mir immerdar herzlich und treu ergeben! Dein Mund hat es ausgeſprochen, Deine Seele fühlt es: Du kannſt nicht trügen!» Eine harte Prüfung ſteht Dir wohl bevor, aber harre feſt aus in Liebe und Treue! Ob Du auch in langer Zeitfriſt mich nicht wieder ſehen
ſollteſt, ob keine Kunde von mir Dir zu Ohren
käme: zweifle nie an meinem Herzen! Es kommt ein Tag, der Dir alles enthüllen ſoll, was Dir jetzt geheimnißvoll erſcheinen möchte! Lebe wohl! Ich küſſe Dich nicht zum Abſchiede! Zu dem Tage, der uns vor der Welt vereinigt, behalte ich mir den erſten Kuß vor.»
Heinrich ergriff Clärchens Hand und drückte ſie mit unausſprechlicher Innigkeit. Er nahm den koſtbaren Brillantring, den Clärchen bei der erſten Zuſammenkunft an ſeiner Hand
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