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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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wegte Nachen die beiden Glücklichen noch auf dem See. Müucken tanzten im Golde der un⸗ tergehenden Sonne, aus einem Gebüſche am Ufer rief die klagende Stimme der Nachtigall, aus den Wogen eines reichen Kornfeldes ſtieg mit triumphirendem Geſange die Lerche empor. Auf der ganzen Natur lag der Zauberhauch der Anmuth, den nur die ſüße Wehmuth des ſchei⸗ denden Tages über ſie hinzugießen vermag.

Clärchen ahnete nicht, daß dieſes der letzte Tag ſeyn wuͤrde, den ihr auf lange hin die glückliche Liebe verſchönert. Es ward ſpät; ſie wollte zum Lande.

« Noch ein Lied, mein Madchen!⸗ bat Hein⸗ rich mit ſchmeichelnder Stimme, indem er Cla⸗ ren die Laute in den Arm legte:«Das von der Trennung. Wiederſehn heißt das Tro⸗ ſteswort am Schluſſe. O, gewähre meine Bitte! 9

Mit inniger und wahrer Empfindung ſang Clara das Lied. Beide waren davon, ſie wußten nicht warum gerade heute, ſo ſehr er⸗ griffen, daß ſie ſtumm den Nachen verließen und