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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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ihrer Bruſt an, daß ſie keines Lautes und kei⸗ nes Wortes mächtig war. Um ſo eifriger aber ruderte ſie an das Land und ſprang jetzt, mit einem lauten Seufzer, als falle ihr ein ſchwe⸗ res Gewicht von der Seele, an das Ufer. Der Fremde blieb in ſeinem Nachen zurück.

Ihr ſchweigt!» ſo ſprach er zu der Jung⸗ frau, welche unentſchloſſen ſtand, ob ſie ſeiner Rede Gehör leiſten ſollte oder nicht.«Werde ich nie wieder den wunderbaren Laut euerer hol⸗ den Stimme hören?“ Leiſer fügte er hinzu:

Snie wieder euer holdſeliges Antlitz erſchauen?»

Der Ton ſeiner Stimme wurde ſo weich, ſo rührend! Clärchen konnte nicht unem⸗ pfindlich bleiben. Sie antwortete halblaut:

«„Ich fahre an jedem ſchönen Nachmittage auf dem See!“ Dann rief ſie ein haſtiges slebt wohl!» aus, und eilte mit ſchnellen Schrit⸗ ten den Gebirgspfad hinan. Sie konnte ſich aber doch nicht enthalten, zum öftern ſtehn zu bleiben und auf die Ruderſchläge zu lauſchen,

mit denen der Unbekannte ſich langſam entfernte.