chen ihn anſah und lief vor dem Geſange fort, wie ſchon berichtet.
Eine neue Freude lernte das Stadtkind ken⸗ nen, als es ſich eines Tages bis an das Ufer des Tegernſees hinab verirrte. Da lag ein artiger, buntgemalter Nachen angekettet. Clär⸗ chen wußte, daß dieſes Fahrzeug ihrem Oheim angehörig ſey. Ohne weiteres Bedenken hüpfte ſie alſo hinein, kettete das Schifflein los und ſtieß vom Strande ab. Der treue Hektor ſprang nach. Die Jungfrau überließ nun den Kahn dem Spiele der Wellen, ſtimmte bald ein frohes Liedlein an, oder ergötzte ſich bald an der herrlichen Naturumgebung, welche ſich ihr offen⸗ barte, wohin ſie auch den Blick wenden mochte. Dann verſank ſie auch wohl in ein ſüßes, träu⸗ meriſches Sehnen, deſſen Ziel die Jungfrau ſich nicht zu erklären wußte. Hektor lag indeſſen ausgeſtreckt zu ihren Füßen, ſie unabläſſig an⸗ ſtarrend.
Solche einſame Luſtfahrten auf dem See machte Clärchen nun oft. Es war ihr unbe⸗
e


