feſſelt. Dabei hätte ſie durchaus nicht gelitten, daß ihr das Mäͤdchen in irgend einer Sache zur Hand gegangen wäre, denn ſie hielt eifrig auf Hausrecht und Hausehre.
Clärchen luſtwandelte faſt an jedem ſchö⸗ nen Tage im Walde und im Gebirge. Bald war kein Berggipfel in der Nachbarſchaft mehr übrig, den ſie nicht ſchon erſtiegen hatte; bald kannte ſie alle liebliche Plätzchen im Walde. Auf dieſen Wanderungen begleiteten ſie die theure Laute und ein kräftiger Beſchützer in Hektor, dem großen, ſchön gefleckten Tieger⸗ hunde des Förſters. Das Thier hatte ſich auf eine wunderſame Weiſe an Clärchen gewöhnt, und folgte ihr auf Schritt und Tritt. Der grobe Georg, der ſonſt den Hektor immer mit in den Wald genommen, zeigte über dieſe Sinneswandlung des Hundes, zu Clärchens großem Erſtaunen, auch nicht den mindeſten Unwillen. Höflicher wurde er aber deswegrn nicht; denn er blieb fortwaͤhrend ungeſprächig, wurde roth bis über die Ohren, wenn Clär⸗


