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Das Butterweib iſt während deſſen in die Küche getrabt und thut ſich an einem Stück geräucherten Specks eine Güte.
5.
Clärchen und die Frau Muhme waren ſchon in der naͤchſten Stunde die beſten Freun⸗ dinnen geworden. Das Mädchen zeigte ſo offen ihre Ehrfurcht und Liebe zu der Vatersſchweſter, wollte ihr in Allem und Jedem ſo freundlich an
die Hand gehen, daß die ältere Verwandtin bald
jedes Zwanges ledig war und ihr ganzes, an
Gutmüthigkeit und Wohlwollen ſo reiches Herz der Nichte hingab. Dieſe wurde in ein gar
allerliebſtes Zimmerlein eingewohnt, das, im höhern Stocke des Hauſes gelegen, aus ſeinen Fenſtern die Ausſicht auf das Gebirg und einen Theil des Tegernſees bot. Bald war Clär⸗ chen eingerichtet und ihr Gemach war, wie das eigentlich ein jedes Mädchenzimmer ſeyn ſoll, in ſeiner Ordnung und Reinheit ein wahres Schmuck⸗ käſtchen der Jungfräulichkeit. Auch die Laute,


