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entſcheidende Wort und offenbarte ſeine Liebe und ſein Verlangen. Minona wurde bleich und ſah zur Erde. Hannah blickte ſie lächelnd an. Mac O'Naugh aber ging mit offenen Armen auf den Jüngling zu und ſagte:
„Meinen ganzen Segen habt ihr. Auch Minona iſt euch gut, wie ich glaube; nur von ihrem Bru⸗ der in Deutſchland hängt das Uebrige ab.“
„Wie, Minona hat einen Bruder in Deutſch⸗ land?“ fragte betroffen Guido.
„Sie ſelbſt iſt eine Deutſche;“ entgegnete Mac O'Naugh.
„Ja, ich bin eine Deutſche“, ſagte jetzt Mi⸗ nona, indem ſie ihre Blicke zärtlich zu Guido erhob, „aber ich bitte euch, fragt nicht nach meinem Fami⸗ liennamen, bis ich die erwünſchten Nachrichten von meinem Bruder erhalte. Ich hoffe, ſie werden günſtig ſeyn: mein Herz iſt längſt euer Eigen⸗ thum.“
Guido war beglückt durch dieſe Erklärungen. Was konnte der fremde Bruder ſeinen Wünſchen entgegenzuſetzen haben? In Träumen der ſchönſten Zukunft wiegte ſich ſeine Seele.—
Aber viele Wochen vergingen und keine Briefe


