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drohte abwehrend mit der Hand; zu Guido drangen in melodiſchem Laute die Worte:
„Trinke nicht, Bruder! Gift iſt in dieſem Ge⸗ faͤße.“
Schaudernd ließ Guido die Hand mit dem Be⸗ cher ſinken. Die Geſtalt aber lächelte freundlich zu ihm hin und ſprach weiter:
„Folge mir! Ich will dich retten und alle, die hier unſchuldig leiden.“
Die Geſtalt bewegte ſich nach dem Eingange des Gefängniſſes. Die Pforte ſprang von ſelbſt auf. Hierauf deutete das glänzende Weſen nach dem ſchla⸗ fenden Prieſter. Guido verſtand den Wink. Er erweckte den Unglücksgefährten und flüſterte dem Staunenden zu: 1
„Eilt! Gottes Allmacht hat die Pforten unſeres Kerkers geſprengt. Laßt uns fliehen: es iſt kein Augenblick zu verlieren!“
Halb ſchlaftrunken folgte der Geiſtliche dem Jünglinge, deſſen Gewand er gefaßt hatte, durch den aufwärts führenden Gang. Weit voran, dem Prieſter durch den ihm vorſchreitenden Guido ver⸗ borgen, ſchwebte wie ein lichter Punkt die wunder⸗ bare Geſtalt und erhellte den Pfad. Durch die


