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Freikugeln : prosaische und poetische Schüsse in Erzählungen, Novellen und Gedichten / von Georg Döring
Entstehung
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könne, und zwang ſich, gegen Alberto zuvorkommend höflich zu ſeyn.

Kurz zuvor, ehe die Geſellſchaft ſich trennte, wurden die Erſcheinungen des Wunderbaren im Leben und ihre Möglichkeit der Gegenſtand des Geſprächs. Es iſt uns bereits bekannt, wie ſehr dem Eugenio der Glaube an alles Uebernatuͤrliche zuwider war;

auch bei dieſer Gelegenheit erklärte er ſich laut und heftig dagegen, und brachte die Vertheidiger deſſelben zum Schweigen.

Alberto war während dieſes Streits durchaus

ſtill, und hatte ſich bereits entfernt, als Eugenio von der Geſellſchaft Abſchied nahm.

Der gluͤckliche Bräutigam, dem in dem morgen⸗ den Tage die Sonne des Wiederſehens ſtrahlte, ſchritt heiter und fröhlich durch die ſtillen Gaſſen; da plötzlich erklang hart neben ihm aus dem Dunkel der Nacht eine Stimme mit der Frage:„Und ſeyd Ihr denn ernſtlich gewilligt, das Leben ſo ganz alles Wunderbaren zu entkleiden?“

Eugenio blickte auf und erkannte beim Scheine des Mondes den Alberto, der ruhig neben ihm herging. Geſtört in ſeinen heiligſten Gefuͤhlen und verdrießlich erwiederte er: