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Braͤutigam, ewig biſt du mein!“ Heute Nachts traͤumte mir, ich begegne dem Verhaßten auf ein⸗ ſamen Waldpfade, er ſtrecke die grimmige Fauſt nach mir aus und dränge mich zu einem bodenloſen Ab⸗ grunde, in dem er ſich mit mir hinabſtürtzte— der Fall war ohne Ende— und ich erwachte. Noch tönt ſein Hohngelächter, ſein wilder Ruf mir in der Seele nach! O komm, komm, mein Eugenio! und gieße ſüßen Troſt und Beruhigung in das Herz Deiner Florentine.“
Eugenio kannte das reizbare Gemüth ſeiner Braut, und vermochte ſich leicht zu erklaͤren, wie jener fürchterliche Augenblick jetzt, wo die Entfer⸗ nung des Gegenſtandes ihrer zarten Neigung ſie allen Einwirkungen der Phantaſie noch geneigter machte, in allerlei ſeltſamen Erſcheinungen vor ihren Geiſte trete. Er ſandte ihr ſogleich durch einen Eilboten einige Zeilen, in denen er ſie auf das Zärtlichſte bat, ſich zu beruhigen, und ihr verſprach, wo möglich ſchon am nächſten Tage zuruck zu kehren. Auch gelang es ihm, die gerichtliche Behörde dahin zu vermögen, daß man ihm noch heute oder ſpaͤte⸗ ſtens am Morgen des künftigen Tages die nöthige Urkunde einzuhändigen verſprach.


