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„Bin denn ich das?“ fuhr er mit beben⸗ der Stimme fort:„Ich, der geſtern als ein Juͤngling am Rande des Gletſchers einſchlief und heute Morgen, nach einem wilden Traume von dem Herli und der Kriſtallkoͤnigin, dort wieder erwachte, ſollte dieſes fahle Geſpenſt ſeyn mit den tiefliegenden Augen, den alter⸗ gefurchten Wangen und dem wuͤſtentſtellen⸗ den Barte? Kann denn eine Nacht den Juͤngling zum Greiſe machen?“—
Neben dem Spiegel war ein Kalender befeſtgt. Der Mann riß ihn haſtig herab und ſuchte mit Eifer nach der Jahreszahl. Die Deutung ſeiner Traͤume wurde ihm ploͤtz⸗ lich klar: fuͤnf und zwanzig Jahre waren vergangen ſeit dem Tage, an welchem
er zu dem Glekſcher hinaufgeſtiegen. Sein
Zuſammentreffen mit dem Herli, mit dem furchtbaren Gemsjaͤger und der reizenden Kriſtallkdnigin war kein Traum, Alles ſtellte ſich ihm nun als ſchreckliche Wirklichkeit dar. Die ſchoͤnſten Jahre ſeines Lebens blieben
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